Konflikte führen und diese lösen

Konfliktlösung - diese 6 Strategien muss man kennen

05.04.2018
Wolfgang Hanfstein
Kommunikations- und Interaktionskompetenz

Die Fähigkeit zur Konfliktlösung entscheidet über die Produktivität von Teams und damit über die Produktivität von Unternehmen. Dabei geht es nicht um Konfliktvermeidung, sondern um die Fähigkeit, Konflikte als Treibstoff auf dem Weg zu neuen Lösungen zu nutzen.

Konfliktlösung mit geeigneten Strategien

Konflikte entstehen, wenn Menschen unterschiedliche Interessen verfolgen und unterschiedliche Bedürfnisse haben. Und damit sind Konflikte fester Bestandteil unserer Lebensrealität. Das ist auch der Grund für die jedem Menschen eigenen Strategien der Konfliktlösung. Auch wenn diese Strategien meist unbewusst angewendet werden, so lassen sie sich doch „klassifizieren“. Und genau das tun wir im E⁠-⁠Learning „Die 6 Strategien der Konfliktlösung“.

Dabei orientieren wir uns an den Erkenntnissen des Konfliktforschers und Philosophen Gerhard Schwarz. Ziel ist es, die Teilnehmer des E⁠-⁠Learnings vertraut im Umgang mit den verschiedenen Strategien der Konfliktlösung zu machen. Die Teilnehmer sollen ihre eigene Konfliktlösungsstrategie erkennen und auch die ihres Gegenübers. Und sie sollen in die Lage versetzt werden, sowohl ihr Repertoire zu erweitern als auch ihr Gegenüber im Konflikt zu ermuntern, Methoden der produktiven Konfliktlösung anzuwenden.

Strategien zur Konfliktlösung im Überblick:

  1. Flucht

  2. Kampf

  3. Nachgeben

  4. Delegieren

  5. Verhandeln

  6. Einigen

Die 6 Strategien der Konfliktlösung im Detail

Das E⁠-⁠Learning widmet jedem der sechs von Gerhard Schwarz identifizierten Strategien ein eigenes Kapitel. Anhand von Schauspielszenen erkennen die Teilnehmer die Wirkung der jeweiligen Strategien auf andere und auf sich selbst. Die Moderatorin, die durch das E⁠-⁠Learning führt, hilft bei der Analyse der jeweiligen Sequenzen. Anhand von Erklärfilmen werden die Strukturen der einzelnen Verhaltensweisen offen gelegt. Übungen und Transferaufgaben sorgen schließlich dafür, dass die Teilnehmer geübt im Umgang mit den unterschiedlichen Verhaltensweisen im Konfliktfall werden. Im Einzelnen werden diese sechs Strategien vorgestellt:

1. Flucht

Eine evolutionär sicher sinnvolle Strategie zur Konfliktlösung ist die Flucht. Besonders wenn der Gegner im Konflikt stärker ist, handelt es sich bei der Konfliktlösung durch Flucht um eine lebenserhaltende Strategie. Und auch im Berufsalltag kann es sinnvoll sein, das Weite zu suchen. Schwierig und sogar schädlich für alle Beteiligten wird es, wenn „Flucht“ mangels Einübung anderer Strategien zur alleinigen Strategie der Konfliktlösung wird. Sie raubt dem Konflikt-„Gegner“ die Möglichkeit, dazu zu lernen. Und demjenigen, der ausschließlich auf „Flucht“ setzt, raubt diese Strategie früher oder später jeglichen Gestaltungsspielraum.

2. Kampf

Auch „Kampf“ ist eine wichtige Konfliktlösungsstrategie, die immer wieder zurecht angewendet wird. Speziell in Unternehmenskontexten dürfte „Kampf“ in aller Regel aber nicht zielführend sein. Zumindest dann nicht, wenn es darum geht, dass Teams gemeinsam Ziele erreichen. Denn die Strategie „kämpfen“ produziert auf jeden Fall Verlierer. Und selbst vermeintliche Sieger haben ihren Sieg schon oft als Anfang vom Ende erlebt. Eine zumindest seit der Antike geläufige und mit dem Begriff Pyrrhussieg belegte Erfahrung. „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“ Aber auch das Gegenteil von „Kampf“ führt nicht zum Sieg, wie die nächste Strategie zeigt.

3. Nachgeben

„Der Klügere gibt nach“ mag das Leitbild derer sein, die sich schnell zurückziehen, wenn sie ihre Interessen nicht auf der Stelle durchsetzen können. Das Ergebnis ist aber ein anderes: Gibt der Klügere nach, herrschen die Dummen. Natürlich gibt es immer wieder Situationen, in denen „Nachgeben“ von großer Reife zeugt. Aber als Dauerstrategie ist auch „nachgeben“ nicht geeignet. Teilnehmer des E⁠-⁠Learnings sollen dafür sensibilisiert werden, ihre Interessen als vertretenswert anzuerkennen. Und sie sollen in die Lage versetzt werden, Kollegen, die schnell die Karte „Nachgeben“ ziehen, von mehr Engagement für die Sache zu überzeugen.

4. Delegieren

Delegieren bekommt als Konfliktlösungsstrategie regelmäßig dann große Aufmerksamkeit, wenn sich die sogenannten Tarifparteien nicht einigen können und den „Schlichter“ rufen. Besonders in festgefahrenen Situationen, wenn zwei Personen oder Parteien sich über die Verteilung von Ressourcen nicht einig werden, ist die Hinzuziehung einer dritten Instanz sinnvoll. Nachteil dieser Strategie ist für beide Konfliktparteien, dass sie die Lösung ein Stück weit aus der Hand geben.

5. Verhandeln

Verhandeln erfordert schon einen relativ hohen Reifegrad der Beteiligten. Sie bewegen sich definitiv nicht mehr auf dem mehr emotional gesteuerten Niveau, auf dem die Optionen Kampf, Flucht oder Nachgeben angesiedelt sind. Man gibt dem einen „dies“, um selbst „jenes“ zu bekommen. Es ist zwar eine zivilisatorische Errungenschaft, anderen nicht einfach zu nehmen, was man selbst will. Aber aus dem „Verhandeln“ kann auch schnell ein „Geschachere“ werden, bei dem das eigentliche Ziel des Handelns aus dem Blick verloren wird und am Ende der „faule Kompromiss“ steht.

6. Einigen als Königsstrategie

Die einzige Konfliktlösungsstrategie, die keine Verlierer produziert und gleichzeitig ein gutes Sachergebnis liefert, ist, nach Gerhard Schwarz, die „Einigung“. Diese Strategie erfordert von den Beteiligten den höchsten Reifegrad und gegebenenfalls auch ein hohes Maß an Kreativität. Denn auch hier steht am Anfang zunächst ein Konflikt. Allerdings sind die beiden Parteien in diesem Konflikt in der Lage, die Ursachen des Konflikts zu realisieren und zu analysieren. Und das ist die Grundlage, auf der Lösungen gefunden werden können, die jenseits der zunächst angenommenen Prestigegewinne oder Verteilungserlöse liegen. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens eine der in den Konflikt involvierten Personen die Möglichkeit des „Einigens“ überhaupt in Betracht zieht und bewusst die Ebene der unbewussten oder zumindest unterbewussten Bewertungen zu verlassen in der Lage ist.

Für eine produktive Konfliktlösung in Unternehmen

Das E⁠-⁠Learning „Die 6 Strategien der Konfliktlösung“ will die Teilnehmer genau dazu in die Lage versetzen. Indem alle Strategien in ihren Wirkungen vorgestellt und analysiert werden, wird den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, Konflikte künftig aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es werden Möglichkeitsräume für neue Verhaltensweisen eröffnet, die zuvor unbekannt waren. Indem alle Konfliktstrategien lebendig durch Schauspieler in einer realistischen Bürosituation vorgestellt werden, knüpft das E⁠-⁠Learning an das Vorwissen der Teilnehmer an. Übungen unterstützen dabei, das Gelernte zu verstetigen. Und Transferaufgaben animieren die Teilnehmer, das neu erworbene Wissen in der Praxis anzuwenden und so Schritt für Schritt Kompetenz im Bereich der Konfliktlösung zu entwickeln.

Ein ausgezeichnetes E⁠-⁠Learning :)

Für den E⁠-⁠Learning-Kurs "Die 6 Strategien der Konfliktlösung" erhielten wir von der renommierten "Gesellschaft für Pädagogik und Information e.V. (GPI)" ein Comenius EduMedia Siegel 2018.

Informationen zum E⁠-⁠Learning "Die 6 Strategien der Konfliktlösung"

Das E⁠-⁠Learning ist videobasiert, multimedial und interaktiv. Die Lerndauer beträgt ca. 45 Minuten. Das E⁠-⁠Learning kann per Scorm in unternehmenseigene Lernmanagementsysteme (LMS) integriert werden. Alternativ bieten wir die Nutzung des E⁠-⁠Learnings in der PINK Lernwelt. Für alle Nutzungsarten bieten wir faire Lizenzmodelle. Gerne bieten wir Personalverantwortlichen auch einen kostenlosen Testzugang, um das E⁠-⁠Learning „Die 6 Strategien der Konfliktlösung“ zu prüfen und zu bewerten.

Bei Interesse schreiben Sie uns gerne eine Mail oder rufen Sie uns an. Wir richten Personalverantwortlichen gerne eine kostenlosen Testzugang ein.

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