{"id":4681,"date":"2024-11-14T15:31:02","date_gmt":"2024-11-14T14:31:02","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.pinktum.dev\/?post_type=presse&#038;p=4681"},"modified":"2025-11-14T18:21:07","modified_gmt":"2025-11-14T17:21:07","slug":"repraesentative-umfrage-fuehrungskraefte-ueberschaetzen-ihre-faehigkeiten","status":"publish","type":"presse","link":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/presse\/repraesentative-umfrage-fuehrungskraefte-ueberschaetzen-ihre-faehigkeiten\/","title":{"rendered":"Repr\u00e4sentative Umfrage: F\u00fchrungskr\u00e4fte \u00fcbersch\u00e4tzen ihre F\u00e4higkeiten"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine aktuelle repr\u00e4sentative Umfrage des PINKTUM Institute zum F\u00fchrungsstil in Deutschland deckt anhand von 34 Facetten erhebliche Diskrepanzen zwischen der Wahrnehmung der Mitarbeitenden und der F\u00fchrungskr\u00e4fte selbst auf. In der f\u00fcr die Mehrheit der Befragten kr\u00e4ftezehrenden Gesamtlage kommen die notwendigen Empowerment-Ma\u00dfnahmen der F\u00fchrungskr\u00e4fte nicht ausreichend bei den Mitarbeitenden an.<\/p>\n\n\n\n<p>Kraft schwindet: 59 % der Erwerbst\u00e4tigen geben an, heute weniger Kraft zu haben als vor drei Jahren.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wahrnehmungsunterschiede:<\/strong> Eigen- und Fremdwahrnehmung der F\u00fchrungskr\u00e4fte weichen signifikant voneinander ab.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verlierer im Team:<\/strong> Jeder dritte Mitarbeitende (35%) hat sich schon \u00f6fter als Verlierer gef\u00fchlt. 90 % der F\u00fchrungskr\u00e4fte sagen, dass es ihnen wichtig ist, dass es keine Verlierer gibt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Interne Machtk\u00e4mpfe:<\/strong> Fast jeder zweite Mitarbeiter (46%) sagt, dass die F\u00fchrungskraft interne Machtk\u00e4mpfe nicht aktiv verhindert, obwohl 85 Prozent der F\u00fchrungskr\u00e4fte glauben, dies zu tun.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mangelnde Gestaltungsfreiheit:<\/strong> 38 % der Mitarbeitenden k\u00f6nnen die Dinge nicht so umsetzen, wie sie es f\u00fcr richtig halten. Das ist nur 14 % der F\u00fchrungskr\u00e4fte bewusst.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Zweifel an Interesse:<\/strong> Fast jede F\u00fchrungskraft (95%) sagt, dass sie sich f\u00fcr das Wohl ihrer Mitarbeitenden interessiert. Ein Drittel der Mitarbeitenden (31%) sp\u00fcrt das aber nicht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br>Die Erwerbst\u00e4tigen in Deutschland verlieren weiter Kraft. Zum dritten Mal in Folge ist der Kraft-Index, des PINKTUM Institute gesunken. 59% Prozent der 1.348 Befragten in der repr\u00e4sentativen Umfrage mit dem Titel \u201eEmpowerment-F\u00fchrung\u201c geben an, weniger Kraft zu haben als noch vor drei Jahren. Besonders betroffen sind F\u00fchrungskr\u00e4fte (69%) gegen\u00fcber Mitarbeitenden (58%), Der Index stieg damit innerhalb eines Jahres signifikant um 10 Prozentpunkte. Im Herbst 2023 empfanden 49 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen einen schleichenden Kraftverlust.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kraftverlust stellt Unternehmen vor gravierende Herausforderungen. Wie fr\u00fchere Umfragen des PINKTUM Institute zeigen, liegen die Ursachen nicht allein in der Arbeit. Auch die Krisen in der Welt und die wirtschaftliche Lage Deutschlands wirken als Kraftr\u00e4uber in die Unternehmen hinein. Die Ersch\u00f6pfung hat so weitreichende Folgen, dass wir in unserer j\u00fcngsten Studie sogar signifikante Auswirkungen auf die Krankschreibungen festgestellt haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anforderungen an F\u00fchrung steigen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Joachim Pawlik, CEO der PAWLIK Group, der die Studie beauftragt hat: \u201eDie f\u00fcr viele Menschen inzwischen sehr kraftraubende Gesamtsituation, stellt F\u00fchrungskr\u00e4fte vor wachsende Herausforderungen. Auf der einen Seite m\u00fcssen sie St\u00f6rfaktoren wie Machtk\u00e4mpfe oder individuelle Zur\u00fccksetzungen verhindern. Andererseits m\u00fcssen sie zugewandt sein, Gemeinschaft entwickeln, dem Einzelnen Verantwortung und Entscheidungsspielr\u00e4ume geben.\u201c Mit dem zunehmenden Druck h\u00e4tten F\u00fchrungskr\u00e4fte in den vergangenen Jahren mehr Kraft eingeb\u00fc\u00dft als Mitarbeitende, meint Pawlik. Dennoch sei ihre F\u00fchrungsqualit\u00e4t gerade jetzt entscheidend f\u00fcr die Kraft im Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00fchrungsstil beeinflusst Krafthaushalt \u2013 Selbstwirksamkeit und Machtk\u00e4mpfe sind Top-Themen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>PINKTUM Institute stellte F\u00fchrungskr\u00e4ften und Mitarbeitenden jeweils 34 Fragen zu F\u00fchrungsfaktoren, mit denen Chefs den Krafthaushalt beeinflussen. Zu dem Faktor \u201eMitspielenlassen\u201c beispielsweise beantworten beide Seiten acht Fragen, inwieweit Mitarbeitende ihre eigenen Ideen und Potenziale im Job einbringen k\u00f6nnen, pers\u00f6nlich wahrgenommen werden und Teil der Firmenstory sind. Dieses Thema, das auch als Selbstwirksamkeit beschrieben werden kann, und interne Machtk\u00e4mpfe wirken sich am st\u00e4rksten auf den Krafthaushalt der Mitarbeitenden aus. Je weniger Machtk\u00e4mpfe aktiv unterbunden wurden, desto weniger Kraft hatten die Menschen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die f\u00fcnf st\u00e4rksten Empowerment-Faktoren:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Interne Machtk\u00e4mpfe reduzieren: Energie und Kraft in die inhaltlich beste L\u00f6sung investieren<\/li>\n\n\n\n<li>Das Leben ber\u00fccksichtigen: Den Menschen sehen und nicht nur die Funktion oder KPIs<\/li>\n\n\n\n<li>Verlierer mitnehmen: Den Verlierern Mut machen und die Gewinner mutig behalten<\/li>\n\n\n\n<li>Verantwortung \u00fcbertragen: Verantwortung f\u00fcr jeden, der will<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinschaft entwickeln: Pers\u00f6nliche N\u00e4he schaffen<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mangelndes Problembewusstsein<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Insgesamt bewerteten F\u00fchrungskr\u00e4fte ihre eigenen Empowerment-F\u00e4higkeit deutlich besser als die Mitarbeitenden sie wahrnehmen. Die Antworten wichen um bis zu mehr als 30 Prozentpunkte voneinander ab. So glauben 85 % der F\u00fchrungskr\u00e4fte, interne Machtk\u00e4mpfe aktiv zu verhindern, was nur 54 % der Mitarbeitenden best\u00e4tigen und 46% verneinen. Fast jeder Vierte (23%) bem\u00e4ngelt, dass sich die F\u00fchrungskraft mit den Ergebnissen der Mitarbeitenden schm\u00fcckt, ohne diese zu erw\u00e4hnen. 93 % der F\u00fchrungskr\u00e4fte glauben hingegen daf\u00fcr zu sorgen, dass die Mitarbeiter mit ihrer Leistung gesehen werden. Ein weiteres Beispiel: 35 % der Mitarbeitenden haben sich schon als Verlierer gef\u00fchlt, obwohl es 90 % der Chefs wichtig ist, dass sich in ihrem Team niemand als Verlierer f\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht in allen Punkten sehen sich F\u00fchrungskr\u00e4fte positiver als ihre Mitarbeitenden. So halten 39 % der Mitarbeitenden das pers\u00f6nlich gute Verh\u00e4ltnis zum Chef f\u00fcr eine Bef\u00f6rderung f\u00fcr entscheidender als ihre Leistung. F\u00fchrungskr\u00e4fte geben dies sogar mehrheitlich an (51 %).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ans\u00e4tze f\u00fcr mehr Empowerment<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Joachim Pawlik: \u201eZun\u00e4chst sollten sich F\u00fchrungskr\u00e4fte bewusst machen, dass sich die meisten Menschen f\u00fcr besser als der Durchschnitt halten und sich damit \u00fcbersch\u00e4tzen. Es gibt also immer eine Chance, dass man vieles nicht zu 100 Prozent richtig macht, obwohl man von sich \u00fcberzeugt ist\u201c, so Pawlik. F\u00fchrungskr\u00e4ften sollten besser kommunizieren und f\u00fcr ein angstfreies Klima sorgen, um ihren Mitarbeitenden kritisches Feedback leicht zu machen: \u201eAls Chef muss ich aktiv auf die Suche nach kritischen Wahrnehmungen gehen, weil die meisten Menschen es nicht gewohnt sind, dass ehrliche Kritik erw\u00fcnscht ist.\u201c Das bedeute, explizit nachzufragen, wie das eigene Verhalten wahrgenommen wird und sich Beispiele geben lassen, um zu verstehen, was dahintersteckt. \u201eSo hebeln F\u00fchrungskr\u00e4fte Oberfl\u00e4chlichkeit aus und kommen der wahren Einsch\u00e4tzung ihrer Mitarbeitenden auf den Grund\u201c, so Pawlik.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wahrgenommene Realit\u00e4t muss zwischen F\u00fchrungskr\u00e4ften und Mitarbeitenden auf Augenh\u00f6he ausgehandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gesamte Umfrage finden Sie hier <a href=\"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/insights\/studien-und-leitfaeden\/?postpopup=8626\">kostenlos zum Download<\/a>. Auf Anfrage (kristina.behrend@pinktum.com) senden wir Sie Pressevertretern gerne zu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber diese Umfrage<\/strong>:<\/h2>\n\n\n\n<p>Die repr\u00e4sentative Umfrage \u201eEmpowerment-F\u00fchrung\u201c wurde von Joachim Pawlik f\u00fcr die PAWLIK Group beauftragt und von PINKTUM Institute mit Unterst\u00fctzung von Talk Online durchgef\u00fchrt. Im September 2024 wurden 1.348 Erwerbst\u00e4tige in Deutschland online befragt, darunter 15 % F\u00fchrungskr\u00e4fte. Sie beantworteten insgesamt 34 Fragen zu den zentralen Facetten eines Kr\u00e4fte entfaltenden F\u00fchrungsstils. Diese Empowerment-Faktoren basieren auf der Analyse von Gruppen, die besonders kraftvoll agieren, auf sozial- und arbeitspsychologischen Studien und drei Jahrzehnten Beratungserfahrung in Leadership und Personalentwicklung hat PAWLIK Group.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber PINKTUM Institute<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>PINKTUM Institute ist die wissenschaftliche Gesellschaft der <a href=\"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/\">PINKTUM<\/a> Gruppe. Das Forschungs- und Umfrageunternehmen wurde 2023 unter der Leitung von Dr. Wolf-Bertram von Bismarck gegr\u00fcndet. Das Forschungsfeld lehnt sich thematisch an das EdTech-Unternehmen PINKTUM\/PINK University und dessen Muttergesellschaft <a href=\"https:\/\/www.pawlik-group.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PAWLIK<\/a> Consultants an und fokussiert auf die Bed\u00fcrfnisse, Anforderungen Potenzialentwicklung der Menschen im Arbeitskontext. PINKTUM Institute f\u00fchrt national und international Umfragen und qualitative Studien zu menschlichen F\u00e4higkeiten und deren Einflussfaktoren durch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber PAWLIK Group<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die PAWLIK Group bietet Personal- und Organisationsentwicklung, Personalberatung und Digitalberatung. Sie wurde 1996 durch den CEO Joachim Pawlik in Hamburg gegr\u00fcndet. PAWLIK Consultants, das EdTech Unternehmen PINKTUM, PAWLIK Recruiters, scan.up und weitere Anbieter z\u00e4hlen dazu. Mehr als 500 erfahrene Berater:innen und Mitarbeitende an international 16 Standorten begleiten Kunden weltweit bei ihren Herausforderungen. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Ma\u00dfnahmen. Der Beratungsansatz ist integrativ, systemisch und umsetzungsorientiert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>46 % der Erwerbst\u00e4tigen sagen, dass ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte firmeninterne Machtk\u00e4mpfe nicht aktiv unterbinden. 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