{"id":4446,"date":"2020-02-26T17:01:06","date_gmt":"2020-02-26T16:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.pinktum.dev\/?p=4446"},"modified":"2025-02-03T12:20:09","modified_gmt":"2025-02-03T11:20:09","slug":"microlearning-was-genau-ist-das-eigentlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/insights\/microlearning-was-genau-ist-das-eigentlich\/","title":{"rendered":"Microlearning: Was genau ist das eigentlich?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weshalb Microlearning im Trend liegt und unter welchen Bedingungen es gut funktioniert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Microlearning z\u00e4hlt zu den j\u00fcngsten Trends in der Weiterbildung. Wie bei jedem neuen Begriff versteht jeder etwas anderes darunter. Wundern Sie sich also nicht, wenn der eine Anbieter 45-Minuten Einheiten als Microlearning pr\u00e4sentiert, w\u00e4hrend ein anderer von drei bis f\u00fcnf Minuten spricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lerneinheiten sind klein. So viel ist sicher. In der Regel sind sie digital aufbereitet. Letzteres ist zwar kein Muss, jedoch typisch: Eine Lern-App mit einer bunten Mischung aus Spielen, Quizzen und Videos trifft das, was sich viele unter Microlearning vorstellen, ziemlich gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer beim Wort &#8222;Lernen&#8220; bereits zusammenzuckt und sich stures Pauken am Schreibtisch vorstellt, findet mit <strong>Microlearning eine Alternative<\/strong>: Lernen per Smartphone oder PC<strong> weckt die Neugier<\/strong> und <strong>verspricht Spa\u00df<\/strong> und Abwechslung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Trend und seine Ursachen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;<em>Muss denn jetzt alles klein und verspielt sein<\/em>&#8222;, m\u00f6gen Sie denken. Doch die Begeisterung f\u00fcr das Microlearning hat greifbare Ursachen: In Zeiten extremer Arbeitsverdichtung haben klassische Drei-Tage-Seminare fast keine Chance mehr. Sie passen einfach nicht mehr in den Alltag. <strong>Lernangebote m\u00fcssen k\u00fcrzer<\/strong> sein, damit sie sich <strong>in den Tagesablauf<\/strong> von Lernenden <strong>integrieren<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem standen die umfangreichen Lernangebote immer schon im Verdacht, wenig zu bewirken. Der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Praxis-Transfer ist ein heikles Thema. Kaum einer kann genau sagen, wie viel tats\u00e4chlich im Alltag ankommt. Auch hier verspricht Microlearning neue Chancen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bedingungen f\u00fcr das Lernen in digitalen Zeiten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachhaltiges Lernen braucht Konzentration und Aufmerksamkeit. Man muss nicht gleich Lernforscher sein, um dies zu wissen. Wie lange ein Lernender diese <strong>konzentrierte Aufmerksamkeit<\/strong> aufrecht erhalten kann, h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab: von seiner Motivation, von der Ablenkung, von seiner Tagesverfassung und anderem mehr. Die beiden Lern-Experten Hofmann und L\u00f6hle sprechen von <strong>30 Minuten<\/strong> als einer in der Praxis erprobten Obergrenze (4).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr erfolgversprechendes Lernen ist zudem der Begriff der &#8222;<strong>Inferenz<\/strong>&#8220; bedeutsam: Alles neu Erlernte wandert zun\u00e4chst in das Arbeitsged\u00e4chtnis. Von dort wird es in das Langzeitged\u00e4chtnis \u00fcberf\u00fchrt &#8211; wenn alles gut l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn das soeben Erlernte allerdings<strong> von anderen Reizen<\/strong> \u00fcberlagert wird, ist es <strong>verloren<\/strong> und im Langzeitged\u00e4chtnis kommt nichts mehr an. Nach Hofmann und L\u00f6hle wird die Inferenz gest\u00e4rkt von<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>gro\u00dfen Mengen an Informationen<\/li>\n\n\n\n<li>\u00c4hnlichkeit der Informationen<\/li>\n\n\n\n<li>Gleichzeitigkeit von Informationen (4)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn sich ein Sch\u00fcler mit gro\u00dfen Mengen Englisch- und Franz\u00f6sisch-Vokabeln gleichzeitig plagt und sich au\u00dferdem von YouTube berieseln l\u00e4sst, hat das Langzeitged\u00e4chtnis praktisch keine Chance.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch nicht nur Sch\u00fcler m\u00fcssen einen Umgang mit der Inferenz finden. Eine <strong>F\u00fclle von Eindr\u00fccken bei gleichzeitiger Zeitnot <\/strong>ist das, was den <strong>Arbeitsalltag heute in den meisten Unternehmen pr\u00e4gt<\/strong>: Wenn ein Meeting das n\u00e4chste jagt, zwischendurch noch eine lange Liste an E-Mails abgearbeitet werden muss und vielleicht auch noch ein schwieriges Gespr\u00e4ch am Nachmittag ansteht &#8211; dann hat das nachhaltiges Lernen einen schweren Stand. Ob Mikro oder Makro spielt dabei keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Ideal: unterschwellig Lernen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht ohne Grund gehen die Bef\u00fcrworter des Microlearnings von anderen Lernsituationen aus. In ihrem Weltbild lernen die Mitarbeiter in der Kaffeepause oder auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn. Wer ohnehin nichts anderes zu tun hat, kann ebenso gut eine Lerneinheit einlegen &#8211; so die Vorstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das<strong> Ideal-Szenario f\u00fcr das Microlearning<\/strong> sieht in etwa so aus: Der Lernende nimmt sich eine kurze Auszeit. Der Kaffee-Becher steht bereit. Er hat kaum das Gef\u00fchl, zu lernen. Eigentlich ist es mehr ein Spielen. Die Lerneinheiten sind so kurz und die Inhalte so \u00fcberschaubar, dass St\u00f6rgef\u00fchle und Abwehr gar nicht erst aufkommen (1, 3). Es ist mehr ein Ausflug in ein spannendes und bisher unbekanntes Wissens-Gebiet. Auch deshalb sind Spiele, Quizze und Wettbewerbe bevorzugte Formate.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo Microlearning seine St\u00e4rken ausspielt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Szenario ist weniger utopisch als es zun\u00e4chst scheint. So lange <strong>einfache Informationen<\/strong> vermittelt werden sollen, wie etwa die Features eines neuen Produkts, kann das gut funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demgegen\u00fcber sind <strong>komplexe Zusammenh\u00e4nge schon schwieriger<\/strong> aufzubereiten. F\u00fcr ein Microlearning m\u00fcssen sie sorgf\u00e4ltig in kleine Lerneinheiten zerlegt werden &#8211; was m\u00f6glich ist, jedoch viel Aufwand bedeutet (1). Zugleich ist es wichtig, die Personalentwicklungsziele des Unternehmens im Blick zu behalten und sich nicht zu zerfasern (2).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese mehr spielerische Sicht auf das Microlearning gelangt an seine <strong>Grenzen<\/strong>, wenn eine <strong>vertiefte Auseinandersetzung<\/strong> mit den Inhalten vonn\u00f6ten ist (1) &#8211; typisch f\u00fcr Soft-Skill und F\u00fchrungskr\u00e4ftetrainings: Die Lernenden m\u00fcssen den Inhalt \u00fcberdenken, eine eigene Position beziehen und ihr Verhalten \u00e4ndern. Dazu braucht es ein sorgf\u00e4ltiges didaktisches Konzept.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Konzeption: Worauf es ankommt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon deshalb hat es wenig Sinn, ein bestehendes Seminar oder Training einfach eins zu eins in Micro-Einheiten zu \u00fcberf\u00fchren. Microlearning braucht mehr. Wichtige Fragen sind etwa:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche Teile des bisherigen Angebots eignen sich \u00fcberhaupt f\u00fcr ein Microlearning?<\/li>\n\n\n\n<li>Gelingt es, die Lerneinheiten so aufzubereiten, dass die Lernenden sie freiwillig und mit Neugier annehmen?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie umfangreich m\u00fcssen die Lerneinheiten bei aller gebotenen K\u00fcrze sein, um die Lernenden zu einer \u00dcbung zu bewegen?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn auch Letzteres ist ein zentraler Punkt f\u00fcr den Erfolg: Die Lernenden brauchen \u00dcbungen, um das Neu-Erlernte zu vertiefen. Sie brauchen au\u00dferdem ein Feedback, denn sie wollen wissen, wie weit sie schon sind (2). F\u00fcr beide Aspekte ist es wichtig, die Teilnehmenden f\u00fcr eine Interaktion zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Microlearning: Vorteile f\u00fcr Unternehmen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gut aufgesetztes Microlearning-Angebot hat f\u00fcr Unternehmen eine ganze Reihe von Vorteilen. Norma Demuro (3) etwa nennt diese:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>kosteng\u00fcnstige Erg\u00e4nzung oder Alternative im Weiterbildungssektor<\/li>\n\n\n\n<li>kurze Entwicklungszyklen \u2013 innerhalb weniger Wochen einsatzbereit<\/li>\n\n\n\n<li>Updates von Lerninhalten und Aktualisierungen schnell und einfach m\u00f6glich<\/li>\n\n\n\n<li>vielseitige Lerninhalte auf unkompliziertem Weg<\/li>\n\n\n\n<li>nachhaltige Wissensvermittlung f\u00fcr nachhaltigen Unternehmenserfolg.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Microlearning in der Praxis. Eine \u00dcbersetzung von PINKTUM<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bleibt die Frage, wie ein gutes Microlearning-Konzept praktisch aussieht, besonders wenn es eine Verhaltens\u00e4nderung bewirken soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit definitorischen Abgrenzungen mag sich PINKTUM nicht lange aufhalten. Wolfgang Hanfstein sagt dazu: &#8222;<em>Uns ist v\u00f6llig egal, wie man das nennt. Die Hauptsache ist, das <\/em><em><strong>didaktische Ziel <\/strong><\/em><em>wird erreicht. Und das ist, dass die Teilnehmer ihr Verhaltensrepertoire erweitern<\/em>.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>PINKTUM l\u00f6st die Aufgabe so:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die E-Trainings sind modular angelegt. Ihre &#8222;Netto-Spieldauer&#8220; \u00fcber alle Kapitel hinweg betr\u00e4gt 30 bis 60 Minuten. In dieser Zeit wird der Teilnehmer zum Aufbau konkreter Kompetenzen angeregt.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Spieldauer jedes einzelnen Kapitels dauert drei bis f\u00fcnf Minuten. Sie sind in der Regel in sich abgeschlossen.<\/li>\n\n\n\n<li>Komplexe Themen erarbeiten sich die Teilnehmer durch die Kombination mehrerer Module. Die Module werden zu dem Zweck zu Lernpfaden zusammengestellt.<\/li>\n\n\n\n<li>Zentral im Konzept von PINKTUM sind die Transferaufgaben. Damit sich die Teilnehmer darauf einlassen, m\u00fcssen die E-Trainings auf Augenh\u00f6he kommunizieren. Sie m\u00fcssen die Bedarfe der Teilnehmer ansprechen und sie m\u00fcssen emotionalisieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesen Gr\u00fcnden arbeitet PINKTUM mit Spielszenen. Jedes Training wird von Grund auf neu erarbeitet, ohne R\u00fcckgriff auf standardisierte Prozesse. Deshalb steckt in jedem einzelnen Training reichlich Aufwand, Flei\u00df und Hingabe.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Testzugang f\u00fcr Personalverantwortliche<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Personalverantwortlichen in Unternehmen stellen wir gerne einen <strong><a href=\"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/testzugang\/\">Testzugang | PINKTUM<\/a> <\/strong>zu unserem Angebot zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(1) Nikos Andriotis, What Is Microlearning: A Complete Guide For Beginners (<a href=\"https:\/\/elearningindustry.com\/what-is-microlearning-benefits-best-practices\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a>). (2) Peter Baumgartner, Lernen in H\u00e4ppchen. Microlearning als Instrument der Personalentwicklung (<a href=\"http:\/\/peter.baumgartner.name\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Microlearning-Personalentwicklung_20141.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a>). (3) Norma Demuro, Microlearning \u2013 was ist das eigentlich? (<a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/personal\/hr-management\/microlearning-definition-beispiele-kosten_80_501544.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quelle<\/a>). (4) Eberhardt Hofmann, Monika L\u00f6hle, Erfolgreich Lernen, Effiziente Lern- und Arbeitsstrategien f\u00fcr Schule, Studium und Beruf, 3., \u00fcberarbeitete Auflage, hogrefe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist Microlearning? Und wo spielt es seine St\u00e4rken aus? Worauf es ankommt und wie PINKTUM die Aufgabe l\u00f6st, lesen Sie hier.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4447,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"footnotes":""},"categories":[35],"tags":[131,191,133],"class_list":["post-4446","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-insights","tag-microlearning","tag-personalentwicklung","tag-weiterbildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4446"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4446\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}