{"id":4414,"date":"2020-09-22T17:01:06","date_gmt":"2020-09-22T15:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.pinktum.dev\/?p=4414"},"modified":"2025-02-05T15:28:04","modified_gmt":"2025-02-05T14:28:04","slug":"resilienz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/praxistipps\/resilienz\/","title":{"rendered":"Resilienz am Arbeitsplatz &#8211; Die 7 wichtigsten Faktoren"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir leben in turbulenten Zeiten. Das bedeutet f\u00fcr viele Menschen lange Arbeitszeiten, eng getaktete Termine, knappe Fristen, Konfliktpotenziale und st\u00e4ndige Bereitschaft \u00fcber mobile Ger\u00e4te. Ein solches Tempo kann zu <strong>Stress<\/strong> und <strong>Burnout<\/strong> f\u00fchren. Die Bew\u00e4ltigung dieser Herausforderungen erfordert F\u00e4higkeiten und Strategien, die entwickelt werden k\u00f6nnen. <strong>Resilienz<\/strong> ist in diesem Zusammenhang eine Schl\u00fcsselstrategie, die in der Personalentwicklung nicht fehlen darf. Sie hilft den Mitarbeiter*innen, mit Stress, einem wettbewerbsorientierten Arbeitsmarkt, Konflikten am Arbeitsplatz und Herausforderungen im Berufsalltag umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Artikel befassen wir uns mit dem Thema <strong>Resilienz am Arbeitsplatz.<\/strong> Wir erl\u00e4utern, was man unter Resilienz versteht und warum sie f\u00fcr Unternehmen wichtig ist. Au\u00dferdem stellen wir die wichtigsten <strong>Resilienzfaktoren<\/strong> und M\u00f6glichkeiten zur St\u00e4rkung der Widerstandskraft vor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist Resilienz?<\/h2>\n\n\n\n<p>Laut Definition ist <strong>Resilienz<\/strong> so etwas wie Elastizit\u00e4t, also die F\u00e4higkeit, eine durch \u00e4u\u00dfere Einwirkung verursachte Ver\u00e4nderung aus eigener Kraft r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, in den Ausgangszustand zur\u00fcckzuspringen. Auf pers\u00f6nliche Eigenschaften bezogen bedeutet Resilienz so etwas wie <strong>psychische Widerstandskraft<\/strong>, also die F\u00e4higkeit, schwierige Lebenssituationen ohne dauerhafte Beeintr\u00e4chtigung zu \u00fcberstehen. In der Alltagssprache gebr\u00e4uchliche Ausdr\u00fccke sind auch <strong>Belastbarkeit, Durchhalteverm\u00f6gen, Widerstandsf\u00e4higkeit<\/strong> oder gar <strong>Z\u00e4higkeit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es geht allgemein gesehen darum, wieder auf die Beine zu kommen nachdem wir mit schwierigen Aufgaben konfrontiert wurden. Unser Arbeitsplatz stellt uns vor eine Reihe von Herausforderungen und ist f\u00fcr viele Mitarbeiter*innen der gr\u00f6\u00dfte <strong>Stressfaktor.<\/strong> Gerade deswegen ist es wichtig, die dem bestimmte <strong>Resilienzfaktoren<\/strong> entgegenzusetzen. Was aber bedeutet Resilienz am Arbeitsplatz? K\u00f6nnen wir resilienter, also widerstandsf\u00e4higer, belastbarer, z\u00e4her werden?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Grundlagen zur St\u00e4rkung der pers\u00f6nlichen Resilienz am Arbeitsplatz<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnen wir unsere pers\u00f6nliche Resilienz bei der Arbeit aufbauen? Um diese Frage zu beantworten, denken wir an Maddis und Khoshabas Studie \u00fcber die Besch\u00e4ftigten des Unternehmens in den USA zur\u00fcckdenken. Wie kommt es, dass viele der Besch\u00e4ftigten unter solchem Druck aufbl\u00fchen konnten? Wie haben sie Widerstandsf\u00e4higkeit entwickelt?<\/p>\n\n\n\n<p>Resilienz ist ein komplexes Konstrukt und besteht aus verschiedenen Elementen wie Verhalten, Gedanken, Handlungen, Einstellungen und F\u00e4higkeiten. In ihrer Studie identifizierten Maddi und Khoshaba <strong>drei Grundhaltungen<\/strong>, die es den Mitarbeiter*innen erm\u00f6glichten, nach dem immensen Stress, dem sie ausgesetzt waren, wieder auf die Beine zu kommen. Diese Faktoren waren <strong>Engagement<\/strong>, <strong>Kontrolle<\/strong> und <strong>Herausforderung.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201c<em>Simply put these attitudes are commitment, control, and challenge. As time gets tough, if you hold these attitudes, you\u2019ll believe that it is best to stay involved with the people and events around you (commitment) rather than to pull out, to keep trying to influence the outcomes in which you are involved (control) rather than give up, and to try and discover how you can grow through the stress (challenge) rather than to bemoan your fate<\/em>\u201d (Maddi &amp; Khoshaba, 2006).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Durch ihr Engagement bei der Arbeit konnten sich die Mitarbeiter:innen den anstehenden Aufgaben mehr widmen. So konnten sie sich ein Bild davon machen, was genau vor sich ging. Ein Gef\u00fchl der Kontrolle erm\u00f6glichte es ihnen, auf die stattfindenden Ver\u00e4nderungen Einfluss nehmen zu k\u00f6nnen. Sie sahen auch ein, dass Ver\u00e4nderungen und Stress zum Leben geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen unsere Resilienz am Arbeitsplatz st\u00e4rken, indem wir eine Reihe wirksamer Strategien entwickeln, die unsere Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Stress reduzieren. Dazu geh\u00f6ren <strong>Achtsamkeit<\/strong>, ein agiles Mindset und regelm\u00e4\u00dfige <strong>Pausen<\/strong> von der Arbeit zur <strong>&#8222;Entspannung&#8220;.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kathryn Jackson und andere schlagen in ihrem Buch <em>Resilience at Work: Practical Tools for Career Success <\/em><strong>5 Resilienzfaktoren<\/strong> vor. Detlef Kuhn und andere stellen in ihrem Buch <em>Resilienz am Arbeitsplatz<\/em> ein erweitertes <strong>Praxismodell<\/strong> vor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die 7 wichtigsten Resilienzfaktoren<\/h2>\n\n\n\n<p>Basierend auf der beschriebenen Studie von Maddi und Khoshaba und den Instrumenten von Jackson und anderen fassen wir in Anlehnung an Detlef Kuhn und andere die Kernkompetenzen, die resiliente Menschen in ihrem Denken, F\u00fchlen und Handeln charakterisieren, hier in <strong>7 Faktoren<\/strong> zusammen, von denen Resilienz haupts\u00e4chlich beeinflusst wird:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Selbstwirksamkeitserwartung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>Selbstwirksamkeitserwartung<\/strong> beschreibt die Erwartung einer Person, auf der Grundlage der eigenen Kompetenzen gew\u00fcnschte Handlungen erfolgreich durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Wenn wir glauben, auch in schwierigen Situationen etwas bewegen und unabh\u00e4ngig handeln zu k\u00f6nnen, haben wir eine hohe Erwartung in unsere Selbstwirksamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit einher geht die <strong>Eigenverantwortung<\/strong> oder Selbstverantwortung. So bezeichnet man die Bereitschaft und Pflicht, Verantwortung f\u00fcr eigene Handlungen und Unterlassungen zu \u00fcbernehmen. Das bedeutet, dass man f\u00fcr die eigenen Handlungen und Vers\u00e4umnisse einsteht und die Konsequenzen tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Resiliente Menschen glauben daran, dass sie etwas schaffen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen unsere Selbstwirksamkeitserwartung beeinflussen, indem wir beispielsweise ein Erfolgstagebuch f\u00fchren oder in Teamsitzungen immer Raum schaffen, um \u00fcber Erfolge zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung von Resilienz am Arbeitsplatz wird auch durch ein Gef\u00fchl der <strong>Sinnhaftigkeit<\/strong> beg\u00fcnstigt. Finden wir in unserer Arbeit einen Sinn und haben das Gef\u00fchl, dass wir zu einem gr\u00f6\u00dferen Ganzen beitragen, mildert das die Auswirkungen von Stress. Au\u00dferdem kann dieses Gef\u00fchl Mitarbeiter*innen dazu ermutigen, selbst Stresssituationen als etwas Positives oder &#8222;Sinnvolles&#8220; zu betrachten und daraus Nutzen zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Emotionale Selbstregulation<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Begriff <strong>Selbstregulation<\/strong> bezieht sich im Allgemeinen auf Prozesse, bei denen ein System seine Funktion selbst anpasst. Dies kann zur Aufrechterhaltung einer Funktion oder zur Anpassung des Systems an neue Bedingungen geschehen. In der Psychologie ist es ein Sammelbegriff f\u00fcr F\u00e4higkeiten, mit denen Menschen ihre Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen steuern. Wir k\u00f6nnen unsere <strong>Emotionen<\/strong> kanalisieren und regulieren, indem wir zum Beispiel durch den Wald laufen oder meditieren, um Aggressionen abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Resiliente Menschen haben eine gute Selbstwahrnehmung und wissen, wie sie <strong>Selbstf\u00fcrsorge<\/strong> betreiben k\u00f6nnen. Das bedeutet f\u00fcr sie, sich selbst und ihr soziales Umfeld vor \u00fcberm\u00e4\u00dfigem oder dauerhaftem Stress zu bewahren. Sie pflegen ein bewusstes Management von Stress und Regenerierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen belastende Situationen am Arbeitsplatz ausgleichen, indem wir eine gesunde <strong>Work-Life-Balance<\/strong> erreichen. Dies ist in der heutigen Welt eine besondere Herausforderung. Moderne Technologien bedeuten, dass wir 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche Zugang zur Arbeit haben. Um uns von Stresssituationen erholen zu k\u00f6nnen, d.h. belastbar zu sein, brauchen wir genau die Energie, die wir brauchen, die aber schnell verbraucht ist, wenn es keine gesunde Work-Life-Balance gibt. Die Mitarbeitenden brauchen Zeit, um sich zu entspannen, abzuschalten und sich zu erholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Emotionale <strong>Ehrlichkeit<\/strong> und <strong>Einsicht<\/strong> sind eine weitere Grundlage f\u00fcr den Aufbau pers\u00f6nlicher Widerstandsf\u00e4higkeit am Arbeitsplatz. Einsicht ist eng mit <strong>emotionaler Intelligenz<\/strong> verbunden. Menschen mit einer gewissen Einsicht haben ein Bewusstsein f\u00fcr die ganze Bandbreite der Emotionen, die sie erleben, von &#8222;negativ&#8220; bis &#8222;positiv&#8220;. Sie sind sich auch der Folgen ihrer eigenen Reaktionen und ihres eigenen Verhaltens sowie der Auswirkungen ihrer eigenen Handlungen auf andere bewusst. Psychisch belastbare Menschen k\u00f6nnen als emotional intelligent beschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reflexion<\/strong> gibt uns weiterhin die M\u00f6glichkeit, unsere Resilienz am Arbeitsplatz zu st\u00e4rken. Wenn wir uns der m\u00f6glichen <strong>Ausl\u00f6ser<\/strong> von Stress bewusst sind, k\u00f6nnen wir uns vorbereiten und Ressourcen sammeln, damit wir besser in der Lage sind, uns zu erholen. Wenn wir wissen, dass ein bestimmter Umstand eine besondere Herausforderung darstellt, k\u00f6nnen wir geeignete Bew\u00e4ltigungsstrategien umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Akzeptanz des Unver\u00e4nderbaren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Akzeptanz<\/strong> kann definiert werden als die Bereitschaft, etwas so anzunehmen, wie es ist. Dieses Zitat des amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr dr\u00fcckt es aus: &#8222;Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht \u00e4ndern kann, den Mut, Dinge zu \u00e4ndern, die ich \u00e4ndern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir allen w\u00fcnschen uns, mehr Zeit zu haben. Doch wir k\u00f6nnen den Umstand nicht \u00e4ndern, dass ein Tag &#8222;nur&#8220; 24 Stunden hat. Wir k\u00f6nnen nur mitbestimmen, was wir mit der uns zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit machen. Resiliente Menschen k\u00f6nnen ihre Arbeitsbedingungen realistisch absch\u00e4tzen. Sie haben ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr den Umgang mit Ressourcen wie Zeit, Kraft, Energie und Geld.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Konzentration auf die anstehenden Aufgaben<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Gerade in Krisensituationen kommt der Druck von allen Seiten. Umso wichtiger ist es, dass wir die klassischen Methoden der <strong>Selbstorganisation<\/strong> und des Zeitmanagements beherrschen und anwenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Proaktives Handeln<\/strong> beschreibt vorausschauendes Handeln als ein positiv besetztes Gegenteil von reaktivem Handeln. Es erfordert, dass wir eine Aufgabe mit <strong>Entschlossenheit<\/strong> angehen und angemessene <strong>Entscheidungen treffen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Probleml\u00f6sungsorientierung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wann immer ein <strong>Problem<\/strong> auftaucht, m\u00fcssen wir weniger nach der f\u00fcr das Problem verantwortlichen Person als vielmehr nach <strong>L\u00f6sungen<\/strong> suchen. Insbesondere in Krisenzeiten versagen Best-Practice-L\u00f6sungen, Routinen und Praktiken pl\u00f6tzlich ihre Wirkung. Um die notwendige Resilienz aufzubauen, m\u00fcssen wir vor allem einen aufgeschlossenen Umgang mit Problemen und eine konstruktive Fehlerkultur pflegen. Eine derartige Kultur kann sich nur entwickeln, wenn z.B. die Mitarbeitenden sensibilisiert sind, Probleme und Fehlentwicklungen rechtzeitig zu bemerken, und wenn sie diese offen benennen k\u00f6nnen. Nur dann k\u00f6nnen rasch L\u00f6sungen gefunden werden und kreative Strategien sowie innovative Ideen erarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>6. Toleranz f\u00fcr Ungewissheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass wir immer alles unter <strong>Kontrolle<\/strong> haben k\u00f6nnen. Es lohnt sich, <strong>Gelassenheit<\/strong> zu \u00fcben, was f\u00fcr Kontrollfreaks und Perfektionisten keine leichte \u00dcbung ist. Der erste Schritt besteht darin, eine dicke rote Linie zwischen uns und der Krise zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine <strong>realistischer Optimismus <\/strong>hilft den Mitarbeiter*innen, sich besser auf Unw\u00e4gbarkeiten einzustellen und ein Gef\u00fchl der Kontrolle \u00fcber ihr Arbeitsumfeld zu behalten. Energie und Motivation bei der Arbeit sowie eine <strong>positive Grundhaltung<\/strong> tragen wesentlich zur pers\u00f6nlichen Belastbarkeit bei. Sie sind die &#8222;Gegenpole&#8220; zu Burnout, das durch emotionale, kognitive und physische Ersch\u00f6pfung, M\u00fcdigkeit und Pessimismus gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>7. Beziehungsf\u00e4higkeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In fast allen Modellen wird die <strong>Beziehungsf\u00e4higkeit<\/strong>&nbsp;als wichtigster Faktor f\u00fcr die Belastbarkeit beschrieben. Die Beziehungsf\u00e4higkeit kann ebenfalls entwickelt werden. Sie beginnt mit der Beziehung zu uns selbst. Wir m\u00fcssen uns selbst mit unseren Bed\u00fcrfnissen wahrnehmen und dann unsere Aufmerksamkeit erweitern. Wir m\u00fcssen unseren Familien und Freunden Zeit geben und unser soziales Netzwerk aufrechterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr widerstandsf\u00e4hige Menschen ist es sehr wichtig, Hilfe anzunehmen und anzubieten sowie <strong>Netzwerke<\/strong> und Beziehungen zu pflegen. F\u00fcr die St\u00e4rkung der Widerstandskraft ist ein f\u00fcrsorglicher und wertsch\u00e4tzender Umgang untereinander von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung. Resiliente Menschen reden nicht nur, sondern handeln auch entsprechend. Sie wissen um ihre Funktion als <strong>Vorbilder<\/strong> und verlangen von anderen nichts, was sie nicht selbst tun k\u00f6nnen oder wollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet Resilienz am Arbeitsplatz?<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Resilienzforschung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Forschung hat mittlerweile gezeigt, dass sich Resilienz nicht nur in unseren Ansichten und unserem Verhalten \u00e4u\u00dfert. Wir entdecken die F\u00e4higkeit, uns zu bewegen, flexibel und anpassungsf\u00e4hig zu sein, auch k\u00f6rperlich wieder. Neue Ergebnisse aus der <strong>Hirnforschung<\/strong> belegen zum Beispiel, dass wir in ver\u00e4nderten Bedingungen auch noch in fortgeschrittenem Alter wandlungs-und anpassungsf\u00e4hig sind. Auf dieser so genannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuronale_Plastizit%C3%A4t\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">neuronalen Plastizit\u00e4t<\/a> des Gehirns beruhen alle <strong>Lernprozesse.<\/strong> Sie bef\u00e4higt uns zu Reaktionen auf und Anpassung an ver\u00e4nderte <strong>Umweltbedingungen.<\/strong> Ein Anpassungsvorgang kann zum Beispiel dann erforderlich sein, wenn ein Unfall oder ein Infarkt unser Nervengewebe nachhaltig gesch\u00e4digt hat. Neuroplastizit\u00e4t bezeichnet auch die Einsicht, dass das Gehirn seine Struktur und Funktion rein durch Denkvorg\u00e4nge modifizieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese f\u00fcr die Resilienz so wesentliche Elastizit\u00e4t ist nicht nur auf der neuralen Ebene zu finden. Auch die Biegsamkeit und Anpassungsf\u00e4higkeit des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes in unserem K\u00f6rper sind ein wahres Wunder der Natur. Dies bezeichnen Wissenschaftler als Gewebsresilienz. Nicht ohne Grund sprechen wir seit alters von einem gesunden Geist in einem gesunden K\u00f6rper. Zahlreiche aktuelle Ans\u00e4tze aus der Forschung belegen, dass unsere <strong>K\u00f6rperhaltung<\/strong> die Art und Weise, wie wir denken, direkt mitbestimmt, und umgekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir beispielsweise nach langj\u00e4hriger Arbeit am Schreibtisch unter chronischen Verspannungen leiden, wirkt sich dies l\u00e4ngerfristig nicht nur auf unsere K\u00f6rperhaltung aus. Es beeintr\u00e4chtigt ebenso unsere <strong>geistige Agilit\u00e4t und Mobilit\u00e4t<\/strong>. Unsere Entscheidungsfreiheit wird durch festgefahrene Abl\u00e4ufe, starre Denk- und Verhaltensmuster beeintr\u00e4chtigt, wir sind nicht mehr so beweglich und wandlungsf\u00e4hig. Ein wesentliches Anliegen bei der St\u00e4rkung der Resilienz ist deshalb sowohl die geistige als auch die k\u00f6rperliche Agilit\u00e4t und Mobilit\u00e4t zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Resilienz am Arbeitsplatz &#8211; erfolgreich sein ganz gleich, was im Leben auf uns zukommt<\/h2>\n\n\n\n<p>Stellen wir uns einen Arbeitsplatz vor, der sich in einem radikalen Wandel befindet. Es ist zu erwarten, dass sich der damit verbundene anhaltende Stress nachteilig auf das Personal auswirkt. Schlie\u00dflich k\u00f6nnten ihr Arbeitsplatz und Lebensunterhalt auf dem Spiel stehen. Eine <strong>Langzeitstudie<\/strong> von zwei Unternehmensberatern hat genau dieses Ph\u00e4nomen untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber einen Zeitraum von zw\u00f6lf Jahren begleiteten Salvatore Maddi und Deborah Khoshaba Mitarbeiter:innen eines gro\u00dfen US-Unternehmens f\u00fcr Telekommunikation. Sie taten das w\u00e4hrend einer Zeit, in der diese Branche dem freien Wettbewerb \u00fcberlassen wurde. Das Unternehmen war in einem st\u00e4ndigen <strong>Wandel<\/strong> begriffen und Arbeitspl\u00e4tze standen auf dem Spiel. Was die Untersuchung zeigte, war jedoch h\u00f6chst \u00fcberraschend.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Zeitraums, in dem die Studie durchgef\u00fchrt wurde, verloren fast 50% der Besch\u00e4ftigten ihren Arbeitsplatz und weitere zwei Drittel erlebten einschneidende <strong>belastende Lebensereignisse<\/strong> (einschlie\u00dflich Scheidung, Gesundheitsprobleme wie Depressionen und Angstzust\u00e4nde sowie Herzinfarkte). Bei den <strong>disruptiven Ver\u00e4nderungen<\/strong>, die entstanden, brachen die Leistungsf\u00e4higkeit und der Gesundheitszustand von zwei Dritteln der Besch\u00e4ftigten in der Studie ein. Im Gegensatz dazu \u00fcberstand &#8222;das resiliente Drittel&#8220; die gewaltige Herausforderung, der sie sich gegen\u00fcbersahen, nicht nur, sie bl\u00fchten sogar auf. Sie kletterten an die Spitze und zeigten sich engagierter und kompetenter, da sie die Ver\u00e4nderungen als Chancen nutzten.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Buch mit dem Titel <em>Resilience at Work: How to Succeed No Matter What Life Throws at You<\/em> berichten Maddi und Khoshaba, dass von den Personen, die sie begleiteten, die Mitarbeiter, die ihre Positionen behielten, an die Spitze aufstiegen, w\u00e4hrend diejenigen, die das Pech hatten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, entweder ihr eigenes Unternehmen gr\u00fcndeten oder eine &#8222;strategisch wichtige&#8220; Besch\u00e4ftigung in anderen Unternehmen annahmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Resilienz ist dynamisch<\/h2>\n\n\n\n<p>Was zeigt diese Langzeitstudie \u00fcber Resilienz am Arbeitsplatz? Anders ausgedr\u00fcckt: Was k\u00f6nnen wir aus dieser Studie lernen? <strong>Resilienz ist ein aktiver, dynamischer Prozess<\/strong>. Dazu sagt das <em>Centre for Confidence and Well-being<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;The good news is that although some people seem to be born with more resilience than others, those whose resilience is lower can learn how to boost their ability to cope, thrive and flourish when the going gets tough.&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.centreforconfidence.co.uk\/pp\/overview.php?p=c2lkPTUmdGlkPTAmaWQ9MTQ1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.centreforconfidence.co.uk\/<\/a>)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es hat sich herausgestellt, dass <strong>&#8222;Robustheit&#8220;<\/strong> als Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal die negativen Auswirkungen von <strong>Krisen<\/strong>&nbsp;oder Widrigkeiten abfedert oder mildert. Wir k\u00f6nnen <strong>Gewohnheiten und Strategien<\/strong> zur Steigerung der Widerstandsf\u00e4higkeit erlernen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen wir durch die wirksame Strategien unsere Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr <strong>Stress<\/strong> und die Auswirkungen von Widrigkeiten verringern, indem wir die pers\u00f6nliche Widerstandsf\u00e4higkeit st\u00e4rken und entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Um zu verstehen, was Resilienz am Arbeitsplatz ausmacht, \u00fcberlegen wir, was resiliente Mitarbeiter:innen tun, wenn sie mit Widrigkeiten am Arbeitsplatz konfrontiert werden. Was machen diese Mitarbeiter:innen anders?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was resiliente Mitarbeiter anders machen<\/h2>\n\n\n\n<p>Resiliente Mitarbeiter bauen starke <strong>Bindungen und Beziehungen<\/strong> zu anderen auf. Diese wertvollen Beziehungen lassen sich durch eine Reihe von Merkmalen charakterisieren. Beziehungen zeichnen sich durch effektive <strong>Kommunikation<\/strong> aus, bei der wir<strong> <\/strong><strong>aktiv zuh\u00f6ren <\/strong>und auf unsere Kolleg:innen und deren Emotionen eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>In solchen positiven Beziehungen am Arbeitsplatz wird ein widerstandsf\u00e4higer Mitarbeiter alles in seiner Macht Stehende tun, um einer anderen Person zum <strong>Erfolg<\/strong> am Arbeitsplatz zu verhelfen. Ein resilienter Mitarbeiter ist ein <strong>Teamplayer,<\/strong> der eine Win-Win-Situation mit seinen Kollegen anstrebt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Soziale Unterst\u00fctzung<\/strong> spielt eine wichtige Rolle f\u00fcr die Resilienz am Arbeitsplatz. Es hilft, sowohl pers\u00f6nliche als auch berufliche Netzwerke zu entwickeln, die in Zeiten von Stress Orientierung und Unterst\u00fctzung oder einfach <strong>F\u00fcrsorge<\/strong> bieten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakte zu Kollegen<\/strong> au\u00dferhalb des eigenen unmittelbaren Arbeitsumfeldes helfen uns auch. Diese Personen k\u00f6nnen uns Best\u00e4tigung geben. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie zug\u00e4nglicher sein, wenn wir innerhalb unseres eigenen Arbeitsumfeldes keine Unterst\u00fctzung in Anspruch nehmen k\u00f6nnen, weil uns das unangenehm ist oder gar Nachteile bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Resiliente Mitarbeiter:innen pflegen die von ihnen aufgebauten <strong>Netzwerke<\/strong> und bauen konsequent <strong>Vertrauen<\/strong> zu anderen auf. Ein \u00fcberraschendes Ergebnis der Untersuchung war jedoch, dass widerstandsf\u00e4hige Mitarbeiter das Arbeitsumfeld nicht allzu ernst nehmen. Sie bringen ein <strong>Element des &#8222;Spiels&#8220;<\/strong> am Arbeitsplatz ein, das die positiven Emotionen der Mitarbeiter weiter f\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die heutige Arbeitswelt ist sicherlich von Stress gepr\u00e4gt. Durch moderne Technologie und den (beinahe) fl\u00e4chendeckenden Zugang zum Internet ist die Arbeit f\u00fcr viele allgegenw\u00e4rtig. Berufliche Wege sind nicht mehr geradlinig, man macht keine Karriere mehr, in der man dann f\u00fcr die Dauer des gesamten Arbeitslebens verbleibt. Das m\u00fcssen wir zun\u00e4chst so akzeptieren. Resiliente Mitarbeiter sind in der Lage, <strong>Stress<\/strong> effektiv zu bew\u00e4ltigen, so dass er nicht \u00fcberw\u00e4ltigend und <strong>sch\u00e4dlich <\/strong>ist. Indem sie sich aktiv mit <strong>Selbstpflege<\/strong> befassen und sich in einem belastenden Situationen selbst hegen, vermeiden resiliente Mitarbeiter ein &#8222;Burnout&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Merkmal widerstandsf\u00e4higer Mitarbeiter:innen ist, dass sie ihrem &#8222;wahren Selbst&#8220; treu bleiben. Sie sind <strong>authentisch<\/strong> und verhalten sich in einer Weise, die mit ihren Werten und \u00dcberzeugungen \u00fcbereinstimmt. Sie tun, was sie predigen und zeigen <strong>Mumm.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(<a href=\"https:\/\/www.psychologytoday.com\/us\/blog\/pressure-proof\/201410\/seven-things-resilient-employees-do-differently\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.psychologytoday.com\/us\/blog\/pressure-proof\/201410\/seven-things-resilient-employees-do-differently<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Resilienz ist eine F\u00e4higkeit, die wir lernen k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Gute an Resilienz ist, dass sie eine <strong>Kompetenz<\/strong> ist, die man trainieren kann. Wir stellen uns belastbare Menschen so vor, als h\u00e4tten sie eine nat\u00fcrliche Veranlagung dazu, jedes Hindernis zu \u00fcberwinden. Als g\u00e4be es einen Typ Mensch, der mit der F\u00e4higkeit geboren wird, sich st\u00e4ndig anzupassen, um erfolgreich zu sein. Die meisten resilienten Menschen werden jedoch nicht mit dieser Eigenschaft geboren, sondern erlernen sie. Resilienz ist eine F\u00e4higkeit, die jeder entwickeln kann, wenn er Zeit, \u00dcbung und M\u00fche investiert. Sehen wir es so: Die St\u00e4rkung unserer Widerstandskraft ist vergleichbar mit der St\u00e4rkung unserer Muskeln. Wir m\u00fcssen konsequent daran arbeiten und werden daf\u00fcr mit mehr (Widerstands-)Kraft belohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch viele Arbeitgeber:innen haben die Resilienz als Schl\u00fcsselelement f\u00fcr das <strong>Wohlbefinden<\/strong> ihrer Mitarbeiter:innen erkannt. Sie verstehen die Notwendigkeit, bestimmte Leistungen und Ressourcen bereitzustellen, um die <strong>k\u00f6rperliche und psychische Gesundheit<\/strong> ihrer Belegschaft zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie sich Resilienz am Arbeitsplatz auswirkt<\/h2>\n\n\n\n<p>Immer mehr Arbeitgeber:innen haben sich zum Ziel gesetzt, eine <strong>gesundheitsbewusste Kultur am Arbeitsplatz<\/strong> zu schaffen und die Widerstandskraft ihrer Mitarbeiter*innen zu aufzubauen. In diesem Zusammenhang suchen sie auch nach M\u00f6glichkeiten, um Stress am Arbeitsplatz vorzubeugen und sich mit Fragen der psychischen Gesundheit zu befassen. Indem Arbeitgeber*innen diese Themen proaktiv angehen, bauen sie eine widerstandsf\u00e4higere und produktivere Belegschaft auf. Die Arbeitnehmer*innen kommen besser mit dem Arbeitsstress zurecht und entwickeln Schutzma\u00dfnahmen und Resilienzfaktoren. Es gibt auch noch andere Vorteile:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ma\u00dfnahmen zur Resilienzf\u00f6rderung f\u00fchren zu einer h\u00f6heren Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen und einem gesteigerten Engagement f\u00fcr das Unternehmen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die St\u00e4rkung der Widerstandskraft tr\u00e4gt zu einem gesteigerten Selbstwertgef\u00fchl, besseren zwischenmenschlichen Beziehungen, mehr Entschlossenheit, Konzentration und dem Gef\u00fchl bei, das Leben im Griff zu haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Arbeitgeber:innen ernten die Fr\u00fcchte dieser gesteigerten Produktivit\u00e4t.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Resilienz der Mitarbeiter st\u00e4rken<\/h2>\n\n\n\n<p>Resilienz ist eine wesentliche F\u00e4higkeit, die als Selbsterhaltungstrieb in uns Menschen angelegt ist. Diese F\u00e4higkeit, in stressigen und gef\u00e4hrlichen Situationen zu \u00fcberleben und sogar zu wachsen, ist ein Instinkt. Aber wie ver\u00e4ndert sie unser Verhalten am Arbeitsplatz? Warum ist Resilienz auch aus <strong>Arbeitgebersicht<\/strong> so wichtig f\u00fcr ein <strong>Unternehmen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal sind die meisten Arbeitsumgebungen zwangsl\u00e4ufig stressig. Es ist unbestritten, dass sich beruflicher Stress auf die Leistung auswirkt. Die Korrelation zwischen Stress am Arbeitsplatz und Depressionen, Angstzust\u00e4nden und Burnout ist hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 1978 berichteten Ayala Pines und Christina Maslach \u00fcber die Auswirkungen eines stressigen Jobs. Sie f\u00fchrten den Begriff &#8222;Burnout&#8220; ein. Damit beschrieben sie einen Zustand, in dem Mitarbeiter k\u00f6rperliche und emotionale Ersch\u00f6pfung, Depersonalisierung und das Gef\u00fchl geringer pers\u00f6nlicher Leistungsf\u00e4higkeit erleben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Burnout fordert einen hohen wirtschaftlichen und produktiven Tribut von den Unternehmen<\/strong>. Burnout f\u00fchrt zu erh\u00f6hten Fehlzeiten und verminderter Produktivit\u00e4t &#8211; ganz zu schweigen von den negativen Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigten. Psychisch belastbare Mitarbeiter sind besser in der Lage, mit Stress umzugehen und leiden seltener unter &#8222;Burnout&#8220;. Dies ist eindeutig ein Vorteil f\u00fcr den Arbeitgeber.<\/p>\n\n\n\n<p>Resilienz wird mit verschiedenen positiven Zust\u00e4nden assoziiert, darunter <strong>Optimismus, Elan, Neugier, Energie und Offenheit f\u00fcr Erfahrungen<\/strong>. Diese positiven emotionalen Zust\u00e4nde sind von enormem Wert f\u00fcr den Arbeitsalltag.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Erleben positiver Emotionen (die durch Belastbarkeit gef\u00f6rdert werden) steigert die <strong>Arbeitsaktivit\u00e4t.<\/strong> \u00dcberdies \u00f6ffnet es den Mitarbeiter*innen die Augen f\u00fcr eine Palette von M\u00f6glichkeiten und erh\u00f6ht das Aufkommen kreativer L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Positive Emotionen dienen als <strong>&#8222;Puffer&#8220; gegen Stress am Arbeitsplatz<\/strong>. Sie erm\u00f6glichen es uns, eine ansonsten m\u00f6glicherweise belastende Situation positiv zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diejenigen, die positive Auswirkungen erfahren, neigen sogar dazu, <strong>problemorientierte Bew\u00e4ltigungsstrategien<\/strong> anzuwenden, was im beruflichen Umfeld sehr n\u00fctzlich ist. Wenn Menschen sich wohler f\u00fchlen, neigen sie dazu, selbst scheinbar gew\u00f6hnliche Ereignisse und Erfahrungen als positiv zu interpretieren. Positive Emotionen f\u00f6rdern also Optimismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Belastbarkeit ist nicht nur wegen ihres Einflusses auf psychosoziale Faktoren wie Anpassungsverhalten und Stressbew\u00e4ltigung bei der Arbeit wichtig. Die Widerstandsf\u00e4higkeit ist auch f\u00fcr das <strong>k\u00f6rperliche Wohlbefinden<\/strong> wichtig. F\u00fchlen Mitarbeiter*innen sich k\u00f6rperlich wohl, sind sie besser in der Lage, ihre Arbeit zu erledigen und sich besser an Widrigkeiten anzupassen. Dies ist eine <strong>Win-Win-Situation<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Resilienz aufbauen<\/h2>\n\n\n\n<p>In unserem E-Learning &#8222;Aktiv gegen Burnout &#8211; Stress intelligent managen&#8220; erkl\u00e4rt Prof. Dr. Christoph Bamberger den Teilnehmer:innen auf leicht verst\u00e4ndliche Weise die wissenschaftlichen Zusammenh\u00e4nge zwischen Stress und Burnout und erkl\u00e4rt die damit verbundenen k\u00f6rperlichen Reaktionen. Damit schafft er die Grundlage f\u00fcr nachhaltige Verhaltens\u00e4nderungen. Zentrales Element ist die Bedeutung der &#8222;Stressbeurteilung&#8220;, die individuell gesteuert werden kann. Mit konkreten Verhaltensregeln zeigt der Trainer den Teilnehmer:innen den Weg auf, wie sie ihre Leistungsf\u00e4higkeit langfristig erhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jackson, Kathryn. <em>Resilience at Work: Practical Tools for Career Success.<\/em> Routledge, 2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Kuhn, Detlef et al. (Hrsg.) <em>Resilienz am Arbeitsplatz.<\/em> Frankfurt: Mabuse-Verlag, 2014.<\/p>\n\n\n\n<p>Maddi, S. R., &amp; Khoshaba, D. M. <em>Resilience at Work: How to Succeed No Matter What Life Throws at You.<\/em> New York: AMACOM, 2006.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Resilienz st\u00e4rkt die Widerstandskraft im Umgang mit Stress, Wettbewerbsorientierung, Konflikten und Herausforderungen im Berufsalltag.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4415,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[39],"tags":[191,89,224],"class_list":["post-4414","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-praxistipps","tag-personalentwicklung","tag-resilienz","tag-tipps"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4414\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}