{"id":3590,"date":"2023-04-13T17:01:05","date_gmt":"2023-04-13T15:01:05","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.pinktum.dev\/?p=3590"},"modified":"2026-06-05T14:25:22","modified_gmt":"2026-06-05T12:25:22","slug":"design-thinking-innovation-in-6-schritten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pinktum.com\/de\/praxistipps\/design-thinking-innovation-in-6-schritten\/","title":{"rendered":"Design Thinking: Innovation in 6 Schritten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innovative Produkte, Dienstleistungen und Gesch\u00e4ftsmodelle: Unternehmen brauchen st\u00e4ndig neue Ideen. Welche Produkte wollen unsere Kund:innen? Was erwarten sie von unserem Service? Wie k\u00f6nnen wir uns am Markt behaupten? Mit Design Thinking lassen sich kreative L\u00f6sungen systematisch entwickeln. Wie das geht und was sich hinter Design Thinking verbirgt, erf\u00e4hrst du in diesem Beitrag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist Design Thinking?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Design Thinking ist eine systematische Innovationsmethode, um komplexe Probleme zu l\u00f6sen und kreative Ideen zu entwickeln. Neue Produkte und Services werden dabei aus der Sicht der Nutzer:innen gedacht. Ziel ist es, f\u00fcr diese einen echten Mehrwert zu schaffen und alltagstaugliche L\u00f6sungen auf den Markt zu bringen. Weil sich der Innovationsprozess sehr stark an den Bed\u00fcrfnissen und W\u00fcnschen der Nutzer:innen ausrichtet, gilt Design Thinking als menschenzentrierter Ansatz.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Innovation = Mensch + Technologie + Wirtschaft<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Innovationen entstehen dabei an der Schnittstelle von Mensch, Technologie und Wirtschaft. Das hei\u00dft: Die Ergebnisse des Design-Thinking-Prozesses bringen nicht nur den Anwender:innen einen Nutzen \u2013 sie sind auch technisch umsetzbar und wirtschaftlich tragf\u00e4hig. Indem das Design-Thinking-Team seine Ideen schon fr\u00fch im Prozess umsetzt und Feedback der Nutzer:innen einholt, n\u00e4hern sich die L\u00f6sungen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck immer weiter den Erwartungen der User:innen und des Markts an. Ideen, die sich als unwirtschaftlich oder gar nicht umsetzbar erweisen, k\u00f6nnen rechtzeitig angepasst werden. So werden die entwickelten Produkte und Dienstleistungen markt- und wettbewerbsf\u00e4hig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Woher kommt Design Thinking?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Design Thinking hat seinen Ursprung in der Innovations- und Designagentur IDEO im Silicon Valley der 1990er-Jahre. An der Stanford University wurde der Ansatz weiterentwickelt, und schon bald war er weit \u00fcber die Tech-Szene hinaus bekannt. Das Sch\u00f6ne an Design Thinking: Es eignet sich f\u00fcr jede Branche. Die Brille der eigenen Nutzer:innen aufzusetzen und schrittweise L\u00f6sungsans\u00e4tze zu entwickeln \u2013 das l\u00e4sst sich in fast jedem Unternehmen anwenden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Grunds\u00e4tze von Design Thinking<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Design Thinking lebt von drei zentralen Elementen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>interdisziplin\u00e4re Teams (People)<\/li>\n\n\n\n<li>variable R\u00e4ume (Place)<\/li>\n\n\n\n<li>klare Vorgehensweise (Process)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Interdisziplin\u00e4re Teams<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Design-Thinking-Teams bestehen in der Regel aus f\u00fcnf bis sechs Personen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergr\u00fcnden und idealerweise auch unterschiedlichen Biografien und Pers\u00f6nlichkeiten. Je heterogener das Team ist, desto besser! Denn: Jede Person bringt ihre ganz eigene Perspektive auf das Problem ein \u2013 in der kreativen Zusammenarbeit flie\u00dfen so diverse Ideen zusammen, die \u00fcber Abteilungsgrenzen hinausgehen k\u00f6nnen. Wichtig ist, dass zwischen den Teammitgliedern kein Konkurrenzkampf entsteht: \u201eWer hat die beste Idee? Wer kann sich durchsetzen?\u201c Alle ziehen an einem Strang und arbeiten gemeinsam am bestm\u00f6glichen Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Variable R\u00e4ume<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Konferenzraum mit wei\u00dfen W\u00e4nden und bequemen St\u00fchlen sprudelt die Kreativit\u00e4t nur schwer \u00fcber. Um das Design-Thinking-Team zum kreativen Denken und Austausch anzuregen, ist ein ansprechender Raum mit geeigneten Arbeitsmaterialien hilfreich. Post-its, Flipcharts, Bastelutensilien, Sitzecken, Platz f\u00fcr Modelle \u2026 \u2013 so kommt das Team leichter in den Macher-Modus. Stelle dir den Raum f\u00fcr ein Design-Thinking-Projekt wie eine Werkstatt vor, in der kreatives Chaos erlaubt ist. Damit der Flow nicht unterbrochen wird, weil der Raum immer wieder f\u00fcr andere Zwecke aufger\u00e4umt werden muss, sollte er ausschlie\u00dflich f\u00fcr das Projekt reserviert sein. Hier kann das Team alle Ideen und Prototypen sammeln und sichtbar machen. Ein zentrales Prinzip des Design Thinking ist n\u00e4mlich: Visualisieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Klare Vorgehensweise<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kreatives Chaos, aber mit System. Beim Design Thinking folgt das Team einem klar definierten Prozess. Jede Phase ist ein wichtiger Teilschritt auf dem Weg zur erfolgreichen Innovation und kann mit unterschiedlichen Methoden ausgef\u00fchrt werden. In der Regel wird jede Phase nicht nur einmal, sondern mehrmals durchlaufen. So oft wie n\u00f6tig geht das Team einen Schritt oder auch mehrere Schritte zur\u00fcck, um nachzusteuern. Design Thinking ist also kein linearer Prozess: Die Schritte werden nicht starr nacheinander durchlaufen, sondern k\u00f6nnen bei Bedarf mitten in der Produktentwicklung wiederholt werden. Dieses Vorgehen wird als iterativ bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Prozess im Design Thinking<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prozess im Design Thinking l\u00e4sst sich anhand verschiedener Modelle darstellen. Besonders h\u00e4ufig ist vom Double Diamond und von den sechs Schritten bzw. Phasen die Rede.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Double Diamond: Problem- und L\u00f6sungsraum<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Double Diamond beschreibt Design Thinking als einen Prozess in zwei \u201eR\u00e4umen\u201c:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Problemraum: <\/strong>Hier setzt sich das Team intensiv mit dem zu l\u00f6senden Problem auseinander, und zwar aus Sicht der Anwender:innen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>L\u00f6sungsraum:<\/strong> Hier geht es darum, neue Ideen zur L\u00f6sung des Problems zu entwickeln und auszuprobieren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide R\u00e4ume werden in einem ersten Schritt ge\u00f6ffnet. Das bedeutet, das Thema weit zu fassen und verschiedene Perspektiven zuzulassen. Beim Schlie\u00dfen des Raumes verdichtet das Team die vielen Informationen, strukturiert sie und konzentriert sich auf eine gemeinsame Perspektive. Dieses \u00d6ffnen und Schlie\u00dfen der R\u00e4ume kann durch zwei Rauten bzw. Diamanten visualisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die 6 Schritte des Design-Thinking-Prozesses<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Problemraum und der L\u00f6sungsraum umfassen jeweils drei konkrete Schritte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schritte im Problemraum:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Verstehen: <\/strong>Problem identifizieren, analysieren und umfassend verstehen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Beobachten:<\/strong> Kund:innen beobachten und befragen, um das Problem aus ihrer Sicht zu begreifen (z.\u00a0B. mit Customer Journey Maps oder Interviews)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sichtweise definieren:<\/strong> zentrale Pain Points der Kund:innen ableiten und gemeinsame Sichtweise auf das zu l\u00f6sende Problem festlegen (Point of View)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schritte im L\u00f6sungsraum:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Ideen finden:<\/strong> neue Ideen generieren (z.\u00a0B. mit Kreativit\u00e4tstechniken wie dem Brainstorming oder der Walt-Disney-Methode), bewerten und priorisieren<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Prototypen entwickeln<\/strong><strong>:<\/strong> erste Modelle und Prototypen entwerfen (z.\u00a0B. aus Baukl\u00f6tzen oder Papier)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Testen:<\/strong> Prototypen testen und von der Zielgruppe bewerten lassen<\/li>\n\n\n\n<li><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr als eine Methode: das Mindset im Design Thinking<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Design Thinking ist nicht nur eine systematische Methode, sondern auch eine Haltung und Arbeitskultur. Damit ein bunt gemischtes Team ein neues, nutzerorientiertes und gleichzeitig profitables Produkt entwickeln kann, braucht es ein offenes und innovatives Mindset. Neugier, Mut und Ver\u00e4nderungsbereitschaft werden erg\u00e4nzt durch Empathie \u2013 sowohl f\u00fcr die Nutzer:innen als auch f\u00fcr die Kolleg:innen \u2013 und Kollaboration. Auch eine gute Portion Frustrationstoleranz kann nicht schaden, wenn etwa ein Prototyp bei den Anwender:innen nicht gut ankommt oder es schon wieder zur\u00fcck in die Brainstorming-Phase geht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Design Thinking und andere agile Methoden<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Design Thinking passt als flexible, iterative Innovationsmethode hervorragend in die agile Methodenlandschaft. Andere agile Methoden wie Kanban oder Scrum lassen sich problemlos mit dem Design-Thinking-Prozess kombinieren. Beispielsweise kann dein Team mit Design Thinking eine Innovation entwickeln und diese anschlie\u00dfend in einem Scrum-Projekt marktreif umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Design Thinking in der Praxis<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Du hast nun verstanden, wie Design Thinking in der Theorie funktioniert. Jetzt interessierst du dich daf\u00fcr, wie ein Design-Thinking-Projekt in der Praxis abl\u00e4uft? In unserem E-Learning \u201eDesign Thinking in der Praxis\u201c erh\u00e4ltst du Einblick in ein reales Projekt! Vertiefende Informationen und Anregungen f\u00fcr den Transfer in deinen Arbeitsalltag sind ebenfalls im E-Learning enthalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innovative Produkte, Dienstleistungen und Gesch\u00e4ftsmodelle: Unternehmen brauchen st\u00e4ndig neue Ideen. Welche Produkte wollen unsere Kund:innen? Was erwarten sie von unserem Service? Wie k\u00f6nnen wir uns am Markt behaupten? 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