Tipps für effizientes Arbeiten im Homeoffice

12.01.2023
Estelle Klemp

Erfolgreich und effizient Arbeiten im Homeoffice - Tipps für effektives Zeitmanagement und eine produktive Arbeitsplatzgestaltung.

Homeoffice: Vor- und Nachteile

Homeoffice und mobiles Arbeiten - das neue Normal. Und Homeoffice klingt doch großartig. Ausschlafen, in Ruhe frühstücken, die langen Arbeitswege sparen und dann ganz entspannt an den Schreibtisch. Jetzt rennen jedoch die Kinder um uns herum und die fertige Wäsche muss aufgehängt werden.
So hatten wir uns das nicht vorgestellt, was Homeoffice mit uns macht!

Neben Vorteilen von Homeoffice, wie beispielsweise einer besseren Vereinbarung von Familie und Beruf, mehr Freizeit und erhöhter Produktivität ergeben sich beim Arbeiten von zu Hause auch einige Herausforderungen.

Nachteile von Homeoffice vs. Büro können zum Beispiel sein: der fehlende direkte Kontakt zu Kolleg:innen, erschwerte Koordination und Kommunikation, die fehlende Trennung von Arbeit und Privatleben, die mangelnde Konzentration oder auch Homeoffice zu Zweit. Um effizient im Homeoffice arbeiten zu können, ist es also essenziell, diese Herausforderungen zu kennen und zu bewältigen.

Effektives Zeitmanagement: so kann dein perfektes Homeoffice aussehen

Die Zeit im Homeoffice effizient zu nutzen, stellt für viele Menschen eine große Herausforderung dar. Feste Arbeitsstrukturen wie ein klarer Anfang und ein klares Ende des Arbeitstags fallen weg. Dies bedeutet zwar mehr Flexibilität in der Gestaltung der Tagesstruktur, erfordert aber auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung, um effektiv vorzugehen. In diesem Blogbeitrag haben wir dir viele Tipps und Methoden gezeigt, um deine Zeit und Arbeit effektiv zu gestalten.

Diese Schritte helfen dir dabei, deine Arbeitszeit im Homeoffice gut zu strukturieren:

  • Definition der Arbeitszeiten. Dabei sollten sowohl die Kernzeiten in den Teams als auch persönliche Verpflichtungen berücksichtigt werden. Anschließend kommunizierst du deine Arbeitszeiten im Homeoffice an deine Führungskraft und Kolleg:innen – dies fördert die Koordination.

  • Pausen einplanen. Diese sind essenziell, um mit neuer Energie in die nächste Arbeitsphase zu starten. Bewegung tut gut, also mach am besten einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft.

  • Einhaltung der Arbeitszeiten. Dies sollte vor allem in den ersten zwei Monaten berücksichtigt werden, damit diese Arbeitszeiten zur Gewohnheit werden. Sind die Arbeitszeiten zur Gewohnheit geworden, hat unser Gehirn mehr Ressourcen für andere Dinge.

  • Rituale finden. Finde Rituale, die deine Arbeitszeit klar von der übrigen Zeit abgrenzen. Sage zum Beispiel: Nach der Arbeit räume ich meinen Schreibtisch auf, um am nächsten Tag organisiert starten zu können.

  • Dokumentation der Arbeitszeiten. So behältst du einen Überblick darüber, wie lange du tatsächlich gearbeitet hast. Das hilft dabei, Arbeit und Freizeit voneinander abzugrenzen. Hierfür kannst du bestimmte Software, Programme wie Excel oder auch Apps nutzen.

Produktiver arbeiten mit der richtigen Arbeitsplatzgestaltung

Erleichtere deine Arbeit, indem du deinen Arbeitsplatz im Homeoffice richtig gestaltest – das bedeutet möglichst ergonomisch und frei von Ablenkungen. Im besten Fall gibt es genügend Platz, um ein Arbeitszimmer einzurichten. Ist dies nicht der Fall, kannst du einen neuen Schreibtisch im Zimmer einrichten oder einen bereits vorhandenen Tisch als Arbeitstisch benutzen. Denk aber daran, deine Unterlagen und Materialien nach der Arbeit in einer Schublade oder einem Regal zu verstauen, um den Arbeitsplatz von der Alltagsumgebung zu trennen.

Hier einige Tipps, um deinen Arbeitsplatz zuhause zu optimieren:

  • Stelle deinen Schreibtisch möglichst parallel zum Fenster auf. Dadurch bekommst du genügend Tageslicht, wirst aber nicht von der Lichteinstrahlung gestört.

  • Es sollte außerdem genügend Lichtquellen geben, denn zu wenig Licht macht müde.

  • Als Faustregel für einen ergonomischen Arbeitsplatz gilt der „Achsen-Check“: Setze dich so hin, dass die Hüft- und Kniegelenke sowie die Ellbogen 90 Grad gebeugt sind

  • Achte darauf, mindestens 50cm Abstand zum Bildschirm zu haben und stelle den Bildschirm so auf, dass die oberste Bildschirmzeile leicht unterhalb der Sehachse ist.

  • Räume stets deinen Arbeitsplatz auf und vermeide ablenkende Störfaktoren im Blickfeld.

Bitte nicht stören – Ich bin beschäftigt.

Im Homeoffice verschwimmen oft die Grenzen zwischen Arbeit und der Freizeit/Familie. Doch während der Arbeitszeit wird gearbeitet- ganz gleich ob im Büro oder im Homeoffice. Aus diesem Grund ist es unabdinglich die größten Störenfriede zu eliminieren. Störfaktor Nummer 1 ist das Handy. Dies sollte ausgeschaltet und außer Sichtweite aufbewahrt werden. Darüber hinaus ist es ratsam, Push-Benachrichtigungen von Social Media Apps auszuschalten und bestimmte Webseiten während der Arbeitszeit zu blockieren, wenn diese dich bekannterweise dazu verleiten, die Arbeit zu unterbrechen.

Weitere Störenfriede im Homeoffice sind Familie und Freunde, die annehmen, dass wir zuhause jederzeit erreichbar sind. Der Faktor Arbeit wird dabei leider oft vergessen. Erstelle und kommuniziere also am besten klare Regeln, wann genau du privat erreichbar bist und hänge „Bitte nicht stören“-Schilder an die Tür. Und noch ein Tipp zum Thema Lautstärke im Homeoffice: bewahre immer ein Paar Active-Noise-Cancelling Kopfhörer in deiner Nähe auf. Sollte es im eigenen Haus dann doch einmal lauter werden, kehrt in deiner Arbeitswelt schnell wieder Ruhe ein.

Arbeitsmotivation: Mit Elan in den Arbeitstag im Homeoffice starten

Arbeitsmotivation beschreibt unseren inneren Antrieb für zukünftige Arbeitshandlungen. Daher ist es essenziell, die Arbeitsmotivation zu steigern- unter anderem mithilfe der Arbeitsgestaltung. Nach dem Job Characteristics Model von Hackman und Oldham sind Arbeitstätige intrinsisch motiviert, wenn die Arbeit folgende Merkmale aufweist: Vielfalt, Ganzheitlichkeit, Bedeutsamkeit, Autonomie und soziale Rückmeldung. Außerdem werden Menschen durch das Erreichen von Zielen motiviert oder, weil sie Teil eines Teams sind. Überlege also, was dich besonders motiviert und wie du dies in deinem Arbeitsalltag auch im Homeoffice umsetzen kannst.

  • Du wünschst dir Rückmeldung zu deinen erledigten Aufgaben? Dann vereinbare ein Meeting mit deinem oder deiner Vorgesetzten.

  • Das Erreichen von Zielen motiviert dich? Erstelle eine To-do Liste, sodass du am Ende des Tages oder der Woche deine erledigten Aufgaben abhaken kannst.

  • Oder sehnst du dich nach sozialen Kontakten und Anschluss? Rufe deine Kolleg:innen an, statt sie per Email zu kontaktieren und nimm an virtuellen Kaffeepausen teil.

Kurz und knapp: die Top-Tipps für dein Homeoffice

  • Homeoffice bedeutet Eigenverantwortung. Das kann anstrengend sein, aber bietet Flexibilität und eine individuelle Anpassung der Arbeitsgestaltung.

  • Schaffe eine produktive Arbeitsumgebung mit einem ergonomischen Arbeitsplatz frei von Ablenkung und trenne diesen Arbeitsplatz klar von deinem Privatleben.

  • Selbstgewählte Strukturen und Routinen leiten dich durch den Arbeitstag und steigern deine Arbeitsmotivation im Homeoffice.

Diese Tipps ermöglichen dir, die Vorteile des Homeoffice zu genießen und die Herausforderungen effektiv zu meistern. Somit kannst du die Zeit effizient nutzen, deine Produktivität steigern und dich motiviert deinen Aufgaben widmen. Solltest du dich trotz allem dem Arbeitsstress unterlegen fühlen, dann schaue dir jetzt unseren Blogbeitrag zum Stressmanagement an. Hier lernst du, Stressfaktoren zu eliminieren und stressfrei an den Arbeitsplatz zurückzukehren.

Personalverantwortlichen erstellen wir gerne einen Testzugang zu unserem E⁠-⁠Training „Erfolgreich arbeiten im Homeoffice“.

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