Femaler Leader Head

So wirst du zum Female Leader!

29.11.2022
Estelle Klemp
Führungskompetenz

Das Female Leadership Dilemma –
Zwischen Rollenkonflikten und Stereotypen

Frauen in Führungspositionen haben nach wie vor mit zahlreichen Stereotypen zu kämpfen. Diese sind zum Teil auf den Rollenkonflikt der Frau als Mutter und Fürsorgeperson zurückzuführen, da dies nicht mit dem Bild der Frau als beschäftigte Führungskraft vereinbar zu sein scheint. Viele Menschen mit Frauen oft Eigenschaften wie Empathie, Fürsorge und Wärme während den männlichen Personen Charakteristika wie Dominanz und Kompetenz zugeschrieben werden. Hieraus entsteht auch die Frage, ob es einen weiblichen Führungsstil gibt. Die Antwort darauf ist ein klares Jein! Natürlich gleicht kein Führungsstil dem anderen– da alle Menschen unterschiedlich sind, variieren auch ihre Führungsstile.

Tatsächlich gibt es aber einige Unterschiede zwischen dem weiblichen und männlichen Führungsstil: Frauen arbeiten öfter im Team, sind eher integer und ehrlich, bauen besser Beziehungen auf und legen hohen Wert auf die persönliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden. Dies sind allerdings Eigenschaften, die jede Führungskraft mitbringen sollte. Studien zeigen außerdem, dass Männer und Frauen sich in ihrem Führungsstil nicht so stark unterscheiden, wie viele Personen annehmen.

Das zeigt: Frauen sind für Führungspositionen genauso geeignet wie Männer. Dennoch sind sie leider deutlich unterpräsentiert.

Mit welchen Schwierigkeiten haben Frauen zu kämpfen?

  • Externe Faktoren

  • Interne Faktoren

In einer männlich dominierten Geschäftswelt gibt es viele Faktoren, die das Leben der weiblichen Führungskräfte erschweren und dazu beitragen, dass Frauen in hohen Positionen deutlich unterrepräsentiert sind. Dazu gehören externe und interne Faktoren.

Externe Faktoren sind Hindernisse, die in der Umgebung der Frauen liegen – sowohl in ihrem Unternehmen als auch in der Gesellschaft als Ganzes.

Ein Beispiel sind die Auswahlverfahren bei der Stellenbesetzung. Diejenigen Personen, welche die Stellen besetzen, neigen häufig dazu, Personen auszuwählen, die ihnen ähneln. Das Problem: diese einstellenden Personen sind meistens männlich und bevorzugen daher männliche Bewerber.

Des Weiteren stehen vielen Frauen Stereotype entgegen und der Zugang zu karriererelevanten Netzwerken ihnen wird häufig erschwert – im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen.

Interne Faktoren bezeichnen die inneren Barrieren, die sich Frauen oft selbst auferlegen.

Ein essenzielles Problem ist unter anderem, dass Frauen sich seltener Führungsaufgaben zutrauen als Männer. Daher bewerben sie sich nur auf Arbeitsplätze, wenn sie alle Qualifikationen erfüllen, während männliche Personen sich schon bewerben, wenn sie nur die Hälfte der Qualifikationen erfüllen.

Außerdem setzen sich Frauen seltener Ziele – und das, obwohl es bewiesen ist, dass sich das Setzen von Zielen positiv auf den beruflichen Erfolg auswirkt.

Darüber hinaus werden diese Schwierigkeiten durch strukturelle Probleme in der Gesellschaft verstärkt. Während für Männer beruflicher Erfolg und Sympathie positiv korrelieren ist bei Frauen das Gegenteil der Fall – je erfolgreicher sie sind, desto weniger werden sie gemocht, und das von Männern und von Frauen. Wie kommen wir aus dieser Zwickmühle? Da gibt es nur einen Weg:

Wir brauchen mehr Frauen in Führungsposition, damit dies zur Norm wird.

SMARTe Ziele setzen!

Klar definierte Ziele schaffen Klarheit und Motivation für die Karriere und werden dir dabei helfen, in schwierigen, unerwarteten Situationen Entscheidungen zu treffen, die mit deinen Zielen übereinstimmen. Expert:innen empfehlen, sich bei der Zielsetzung an der SMART Methode zu orientieren. Hiernach sind deine Ziele im besten Fall:

S – Spezifisch

M – Messbar

A – Attraktiv

R – Realisierbar &

T – Terminiert

Communication is key

Nachdem du deine Ziele definiert hast, ist es nun an der Zeit, diese klar zu kommunizieren und dich sichtbar zu machen. Wie sollen die relevanten Personen sonst erkennen, dass du die Führung übernehmen möchtest?

Dafür haben wir hier einige Tipps von Expert:innen zusammengefasst:

Selbstmarketing: Stelle dein Alleinstellungsmerkmal als Führungskraft dar: Was zeichnet dich als Führungskraft aus und wie möchtest du dich weiterentwickeln?

Übernimm Aufgaben und Projekte mit großer Sichtbarkeit und Bedeutung im Unternehmen, um auf dich aufmerksam zu machen.

Vergiss aber nicht: Es ist okay nein zu sagen, wenn du bestimmte Aufgaben nicht ausführen, und dich auf andere Projekte konzentrieren möchtest. Behalte hierbei die folgenden Stufen des Nein-Sagens im Hinterkopf:

  • Gehe wertschätzend auf das Gegenüber ein.

  • Erkläre, warum du nein sagst.

  • Formuliere ein klares Nein.

  • Biete eventuell Alternativen an.

Mach dich nicht klein! Nimm stattdessen Raum ein, halte dich gerade und halte Augenkontakt mit dem Gegenüber.

Network makes the dream work!

Netzwerken ist äußerst hilfreich und sinnvoll. Folgende Vorteile gehen daraus hervor. Du kannst…

... dich mit Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen austauschen.
... neue Ideen bekommen und andere Sichtweisen kennenlernen.
... Unterstützung von Personen in ähnlichen Positionen holen.
... Gleichgesinnte treffen und dich so fachlich weiterentwickeln.
... Vorbilder finden von denen du lernen und somit von deren Know-How und Erfahrungen profitieren kannst.
... Ideen für neue Projekte sammeln, Vor­haben anstoßen und Personen für zukünftige Projekte begeistern.

Kurz und knapp:

Der erste Schritt in eine Führungslaufbahn ist die persönliche Entscheidung, ob du diesen Weg gehen möchtest. Dabei sollte dir bewusst sein, dass dieser Weg mit Hindernissen und Stereotypen einhergeht. Lass dich davon aber nicht abschrecken und lerne stattdessen, mit diesen umzugehen.

Definiere deine Ziele und Werte, und werde mit einer überzeugenden Selbstvermarktung zum Female Leader.

Zielgerichtetes Netzwerken sorgt für ein karrierepositives Umfeld und unterstützt dich in deiner persönlichen sowie professionellen Entwicklung.

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